• Home
  • English
07.09.10

Die Europäische Akademie

Einige Mitarbeiter der Europäischen Akademie.

Ziele/Aufgaben

Aufgaben
Das wissenschaftliche Selbstverständnis der Europäischen Akademie ist durch die Überzeugung bestimmt, dass den Wissenschaften die Aufgabe zukommt, über das fachwissenschaftliche Verfügungswissen hinaus auch Orientierungswissen für den Umgang mit Ergebnissen und Folgen von Forschung und Entwicklung bereitzustellen. Dazu bedarf es der interdisziplinären Zusammenführung von Ergebnissen der Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und medizinischen Disziplinen mit thematisch einschlägigen Untersuchungen in Philosophie, Jurisprudenz, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Darüber hinaus sind die abzusehenden Ergebnisse von Forschung und Entwicklung transdisziplinär auf die zu erwartenden gesellschaftlichen Bedürfnisse und Einstellungen zu beziehen.
Die Europäische Akademie bearbeitet ihre Aufgaben in Aufnahme und Weiterführung von Ansätzen der Technikfolgenbeurteilung, der Ethik der Technik und der Medizinischen Ethik.

Ziele
Die Europäische Akademie will zu einem rationalen Umgang der Gesellschaft mit Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen beitragen. Diese Zielsetzung schlägt sich vor allem in der Entwicklung von Empfehlungen für Handlungsoptionen unter dem Gesichtspunkt langfristiger gesellschaftlicher Akzeptabilität nieder.
Rationale Bewältigung von Konflikten um Wissenschaft und Technik ist eine wesentliche Voraussetzung für eine langfristig verlässliche Wissenschafts- und Technikpolitik. In der wissenschaftlichen Arbeit der Europäischen Akademie realisiert sich die Verantwortung des Wissenschaftssystems gegenüber der Gesellschaft.

Arbeitsweise
Die Arbeit der Europäischen Akademie vollzieht sich vor allem in auf Zeit eingerichteten interdisziplinären Projektgruppen. Mitglieder der Projektgruppen sind fachlich ausgewiesene Wissenschaftler aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Europa. In Einzelfällen können auch Vertreter anderer gesellschaftlicher Bereiche, etwa aus der Wirtschaft, berufen werden. Die Mitglieder wählen aus ihrer Runde einen Vorsitzenden. Die Mitglieder der Projektgruppen bilden das Kollegium der Europäischen Akademie.
Übergreifende Fragestellungen, die mehrere Projektgruppen betreffen, werden in Studiengruppen bearbeitet, die vorwiegend aus Mitarbeitern der Europäischen Akademie gebildet werden. Die Wahrnehmung der europäischen Perspektive erfolgt durch Beteiligung von Wissenschaftlern aus den europäischen Staaten an den Projekten, durch europaweite Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen, durch Beteiligung an den entsprechenden Netzwerken und durch explizite Berücksichtigung europäischer Aspekte in den Projekten selbst.
Die Resultate der Projekt- und Studiengruppen werden in Form von themenspezifischen Studien als Beratungs- und Entscheidungsgrundlage zur Verfügung gestellt. Begleitend werden wissenschaftliche Konferenzen ausgerichtet. Darüber hinaus veranstaltet die Europäische Akademie zweimal jährlich Tagungen, die übergreifende und methodologische Fragestellungen aus den Bereichen Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung behandeln.

Adressaten
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit der Europäischen Akademie richten sich zunächst an die einschlägigen wissenschaftlichen Disziplinen, ferner an wissenschaftspolitisch entscheidende Institutionen der Exekutive und Legislative in Europa. Schließlich wendet sie sich mit ihrer Arbeit an die von den Wissenschafts- und Technikfolgen potentiell betroffene Öffentlichkeit.
Die Europäische Akademie erwartet, dass ihre wissenschaftliche Arbeit Rückwirkungen auf das Selbstverständnis der Wissenschaften hat. Durch rationale Reflexion über Folgen von Wissenschaft und Technik soll die Verantwortung des Wissenschaftlers als ein wichtiger Faktor in der Selbststeuerung des Wissenschaftssystems gestärkt werden.

  • Seite empfehlen
  • PDF erstellen