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01.08.10

Habilitationsprojekte

Thema: Normativer Instrumentalismus. Eine sprachphilosophische Kritik des praktischen Räsonnierens
Dr. phil. Georg Kamp, M.A.

Gegenstand des Projekts ist die redehandlungstheoretische Analyse rationaler praktischer Diskurse. Praktisch sollen dabei nur solche Diskurse heißen, die mit dem Ziel geführt werden, eigene Handlungspläne oder die Handlungspläne anderer zu gestalten oder zu verändern (Postulat der praktischen Wirksamkeit). Rational heißen sie, insoweit ihre praktische Wirksamkeit allein von der schrittweisen regelgeleiteten Entfaltung von Argumenten abhängen soll (Rationalitätspostulat). Mit der Tradition der Aufklärung wird ferner unterstellt, dass die an den Diskursen Beteiligten dabei einander nur solche epistemischen Fähigkeiten zuschreiben, die sie sich auch selbst zuschreiben (Postulat der epistemischen Symmetrie).
Es soll gezeigt werden, dass rationale praktische Diskurse, die hinsichtlich der verfolgten Redezwecke und der eingesetzten Redemittel diesen Forderungen genügen, stets auch die Interessen der Diskursbeteiligten mitthematisieren. Sie nehmen damit die Form der Beratung oder der Verhandlung an. Damit wird ein konsiliatorisches Verständnis der Ethik ausgezeichnet, das nicht auf die absolute Rechtfertigung kategorischer Normen, sondern auf die interessenrelative und also instrumentelle Rechtfertigung schwach regulativer Redehandlungen, insbesondere von Empfehlungen und Vorschlägen, gerichtet ist.


Thema: Das Autonomieprinzip in der medizinischen Ethik
Priv.-Doz. Dr. med. Felix Thiele, M. Sc.

Im Januar 2009 hat sich Felix Thiele am Fachbereich Geisteswissenschaften, Institut für Philosophie der Universität Duisburg-Essen, habilitiert (venia legendi „Praktische Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der Medizinethik“).

 

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