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Studienleitung: Dr. phil. Thorsten Galert, M.A.
Laufzeit: 4/06–9/09
Förderug: Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
Die Wiederherstellung und Erweiterung menschlicher Fähigkeiten durch neuronale Implantate (laufend)
Das Nervensystem ist eines der wichtigsten physiologischen Systeme des menschlichen Körpers und nahezu jedes Organ wird in seiner Funktion neuronal beeinflusst. Störungen im Nervensystem können daher weit reichende gesundheitliche Konsequenzen haben. Noch in den 1960er Jahren erschien kaum vorstellbar, in dieses komplexe natürliche System in einer Weise einzugreifen, dass gestörte und ausgefallene Funktionen wiederhergestellt werden können. Durch enorme Fortschritte ist es aber zum Beispiel gelungen, gehörlosen Menschen durch so genannte Cochlea-Implantate zu helfen, so dass 80–90 % von ihnen Sprache verstehen können. Aufgrund dieser Erfolge wird nun auch diskutiert, ob diese Techniken zur Erweiterung der Fähigkeiten gesunder Menschen verwendet werden könnten. Eine Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch die Nanotechnologie, von der manche erwarten, dass sich aus ihrer Zusammenführung mit biotechnologischen, informationstechnologischen und kognitionswissenschaftlichen Techniken wesentliche Fortschritte ergeben werden. In einer Studie sollen die ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen dieser Entwicklung untersucht werden. Dazu gehören unter anderem Fragen der Bewertung von Enhancement-Maßnahmen, des Missbrauchspotentials, Sicherheits- und Haftungs-Fragen sowie Verteilungsprobleme. Die Studie ist Teil des von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. geförderten Projektes „Nanohealth“.



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