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01.08.10

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Raumplanung und die Virtualisierung von Lebenswelten

Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) hat Einzug in viele Lebensbereiche des Menschen gehalten. Ein wichtiger Bereich, in dem die Emergenz von IKT zu neuen Herausforderungen für die Gesellschaft führen wird, ist im öffentlichen Leben sowie in der Entwicklung urbaner und ländlicher Räume zu suchen. So werden sich beispielsweise durch Zunahme der Angebote von Telearbeit und e-shopping Szenarien für den zukünftigen Mobilitäts- und Infrastrukturbedarf signifikant ändern, die wiederum rechtzeitig in eine sachgerechte Raumplanung einfließen sollten. Dabei hat die planerische Sicht weitere Aspekte zu berücksichtigen: Einerseits ist eine Überlagerung der beschriebenen Vorgänge mit übergreifenden gesellschaftlichen Trends – wie der Trend zur Alterung der Gesellschaft in Europa – zu verzeichnen, die die Ausprägung der obigen Effekte und damit den raumplanerischen Handlungsbedarf erheblich beeinflussen könnten. Andererseits sind im Zusammenhang mit dem Einsatz von IKT im Raum sowohl Anonymitätserwartungen der Bürger als auch ihre Ansprüche an gesellschaftlicher Teilhabe tangiert, die es kritisch zu reflektieren gilt. Damit ist der Raumplanung normatives Zielwissen an die Hand zu geben, um etwaigen gesellschaftlich problematischen Entwicklungen keinen Vorschub zu leisten.
Die Studie ist Teil des Gemeinschaftsvorhabens „Räumliche Auswirkungen der Virtualisierung und ihre technologisch-gesellschaftlichen Randbedingungen“ mit der Technischen Universität Kaiserslautern (Professor Dr.-Ing. G. Steinebach). Das Vorhaben wird vom Hochschulprogramm „Wissen schafft Zukunft“ des Landes Rheinland-Pfalz gefördert. Mit der Publikation des Berichts „Gesellschaftliche Randbedingungen der Virtualisierung urbaner Lebenswelten“ (Graue Reihe 42) fand die Studie ihren vorläufigen Abschluss.

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