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Projektkoordination: Dr. rer. nat. Ruth Klüser, Dipl.-Chem.
Memorandum: U. Steger et al.: Die Regulierung elektrischer Netze. Offene Fragen und Lösungsansätze., Springer-Verlag 2008 (Ethics of Science and Technology Assessment, Band 32)
Laufzeit: 1/06–6/08
Förderung: Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation
Die gesellschaftliche Bedeutung elektrischer Energieversorgungsnetze
Die sichere Versorgung mit Strom ist zentrale Aufgabe eines Energiesystems. Stabile elektrische Energieversorgungsnetze sind dafür eine wichtige Voraussetzung. Probleme für die Versorgungssicherheit entstehen beispielsweise im Zusammenhang mit dem Abbau von Kraftwerks- und damit Reservekapazitäten, deregulierungsbedingten Netz-Unterinvestitionen sowie Stabilitätsproblemen beim Ausbau des europäischen Verbundnetzes und durch die fluktuierende Einspeisung regenerativer Energien.
Die Studie analysiert die Netzwirtschaft und deren Regulierung und gibt Handlungsempfehlungen zu Investitions-, Sicherheits-, Effizienz- und Qualitätsaspekten der elektrischen Netze. Die Schlussfolgerungen der Untersuchung zielen auf verschiedene Bereiche der Elektrizitätswirtschaft ab. Aus ökonomischer Sicht bleibt weiterhin eine verbrauchernahe Erzeugung sinnvoll. Um eine gesamtwirtschaftlich kostengünstige Stromerzeugung zu erzielen, sollten die bisherigen Kalkulationsvorschriften durch Entfernungspauschalen ersetzt werden, die den Stromerzeuger angemessen an den Netzkosten beteiligen. Zudem sollte sich die Regulierung so ausrichten, dass die Investitionen am oberen Rand realistischer Prognosen vorgenommen und Strafzahlungen für schlechte Versorgungsqualität sowie unterbrechbare Verträge eingeführt werden. Schließlich wird empfohlen, von einer eigentumsrechtlichen Entflechtung der Energieversorgungsunternehmen (Ownership Unbundling) vorerst abzusehen und der neuen Regulierung Zeit einzuräumen, die gewünschten Ergebnisse zu erreichen.
Projektgruppe
Professor Dr. rer. pol. Ulrich Steger, Lausanne (Vorsitzender);
Professor Dr. jur. Ulrich Büdenbender, Dresden;
Professor Dr. phil. Eberhard Feess, Aachen;
Professor Dr.-Ing. Dieter Nelles, Kronberg.
Projektkoordination: Dr. rer. nat. Ruth Klüser, Dipl.-Chem.



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