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Projektkoordination: Dott. Rupert Leitner
Memorandum: B. v. Maydell et al.: Enabling Social Europe., Springer 2006 (Reihe: Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung, Band 26)
Laufzeit: 1/03–6/05
Europäische Sozialpolitik
Das Projekt untersuchte das Paradigma des „enabling welfare state“, des befähigenden Wohlfahrtsstaates, als neue Perspektive für die europäische Sozialpolitik der nächsten Jahrzehnte. Der Ansatz des „enabling“, der Befähigung, wird dabei als über reine Aktivierung hinausgehend verstanden. Ziel war es, personale Autonomie, Eigenverantwortung und soziale Inklusion zu steigern, indem Individuen mit Ressourcen und Fähigkeiten ausgestattet werden, die es ihnen erlauben, ihre soziale Sicherheit über den gesamten Lebenslauf zu erhalten und zu verbessern.
Hinsichtlich der Frage, ob und ggf. in welcher Form die EU eine Rolle für die Sozialpolitik in Europa spielen soll, wurde aufgezeigt, dass der bestehende implizite normative Konsens über das „Europäische Sozialmodell“ genügend Raum lässt für unterschiedliche nationale Sozialpolitiken. Eine gute und gerechte Gesellschaft mit einem hohen Wohlstandsniveau für alle kann in verschiedenen Wohlfahrtsregimen auf unterschiedlichen, durch historische Pfadabhängigkeiten bedingten Wegen erreicht werden. Die EU kann dabei eine koordinierende, den „enabling welfare state“ unterstützende Funktion ausüben.
In vier politischen Handlungsfeldern wurden über den Vergleich unterschiedlicher Wohlfahrtsregime in einzelnen Mitgliedsstaaten Empfehlungen für sozialpolitische Reformen im Sinne des „enabling welfare state“ erarbeitet: Gesundheitsversorgung, Alterssicherung, Familienpolitik und Armutsprävention.
Projektgruppe
Professor Dr. jur. Bernd Baron von Maydell, Skt. Augustin (Vorsitz);
Professor Dr. rer. pol. Klaus-Dirk Henke, Berlin;
Professor Dr. Ruud Muffels, Tilburg;
Professor Dr. phil. Michael Quante, Essen;
Professor Pirkko-Liisa Rauhala, Ph.D., Helsinki;
Dr. Gert Verschraegen, Leuven;
Professor Dr. Maciej Žukowski, Poznan.
Projektkoordination: Dott. Rupert Leitner



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