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23.02.12

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Langfristiges Planen. Die Bedeutung sozialer und kognitiver Ressourcen für nachhaltiges Wirtschaften

Nachhaltiges Handeln setzt die Fähigkeit zu einer langfristigen Planung voraus, die die kurzfristigen mit den auf die fernere Zukunft gerichteten Präferenzen zu einem angemessenen Ausgleich bringt. Die Einbeziehung längerfristiger Präferenzen setzt voraus, dass die Verfügbarkeit von Ressourcen, die für die Erhaltung künftiger Handlungsmöglichkeiten erforderlich sind, über angemessen lange Planungszeiträume hinweg sichergestellt werden kann. Dabei wäre jedoch eine Verengung der Perspektive auf die sog. „natürlichen Ressourcen“ unangemessen: Nachhaltiges Handeln hat auch auf das Erfordernis Rücksicht zu nehmen, kognitive und soziale Ressourcen für künftiges Handeln zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehören planerische Kompetenzen wie die Fähigkeit zum rationalen Umgang mit Unsicherheiten und Risiken, zur Erhaltung der Entscheidungsfähigkeit auch angesichts komplexer Verhältnisse, zum Einsatz kreativer Heuristiken etc., sowie die Fähigkeit, gesellschaftliche Verhältnisse so zu gestalten, dass eine effiziente Bewältigung sozialer Dilemma- und Konfliktsituationen und die Ausbildung stabiler Kooperations- und Wettbewerbsverhältnisse möglich ist bzw. bleibt. Hierbei spielen die stabilisierende Funktion staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen sowie die Erhaltung der Kooperationsbereitschaft durch einen organisierten Interessenausgleich zwischen den Interaktionspartnern eine herausragende Rolle.

Das Projekt soll, unter Fruchtbarmachung der Ergebnisse der Handlungs-, Entscheidungs-, Risiko- und Spieltheorie sowie der Erkenntnisse der empirischen Ökonomie, einheitliche methodologische Grundlagen für eine Konzeption langfristiger Planung entwickeln, deren Umsetzung die Nachhaltigkeit des individuellen wie des gesellschaftlichen Handelns möglichst verlässlich sichert.

 

Projektgruppe

Projektkoordination: Dr. phil. Georg Kamp, M.A.

Tel./e-mail: +49 (0) 2641 973-308 • georg.kamp ea-aw.de

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Nachhaltigkeit

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