Abgeschlossene Projektgruppen
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Projektkoordination: Dr. rer. nat. Jan Mehlich, Dipl.-Chem.
Laufzeit: 5/10–9/12
Weitere Informationen zu „Nanotechnologie“
Nanopartikel für medizinische Zwecke. Technische, medizinische und ethische Aspekte
Die Nanotechnologie besitzt enormes Potenzial für medizinische Innovationen und wirtschaftlichen Erfolg. Allerdings birgt sie auch beträchtliche Risiken, die ethische, rechtliche und gesellschaftliche Probleme verursachen können. Unter anderem stellen sich folgende Fragen: Gibt es moralische Grenzen für die Verwendung von menschlichen Geweben oder Organen und von Tiermodellen für die nanotechnologische Forschung? Welche Faktoren bestimmen die gesellschaftliche Akzeptanz der Anwendung solcher Verfahren für die Zwecke der Medizin? Gibt es moralische Grenzen für die Einführung nanotechnologischer Verfahren und Produkte in unsere Lebenswelt? Wie sollte eine ausgewogene gesetzliche Regelung für die Forschung und Anwendung von Nanotechnologie aussehen? Während in der Öffentlichkeit Bedenken gegenüber der Nanotechnologie unverkennbar vorhanden sind, befinden sich die wissenschaftliche Untersuchung und Bewertung dieser Risiken noch am Anfang.
Nanopartikel, eine besonders aussichtsreiche Anwendung der Nanotechnologie in der Medizin und der Hauptschwerpunkt dieses Projekts, weisen aufgrund ihrer geringen Größe neue physikalische Eigenschaften auf, die u.a. Einfluss auf die Toxikologie dieser Partikel haben könnten. Die genauen physikalischen Eigenschaften der Nanopartikel sind bis heute aber nur zum Teil bekannt. Somit ist eine Risikobewertung, die die medizinischen Vorteile gegenüber den möglichen unerwünschten Folgen für den Menschen und seine Umwelt abwägt, aufgrund fehlenden Wissens eine methodische Herausforderung. Weitere Punkte, die erörtert werden müssen, sind nachteilige gesundheitliche Auswirkungen auf Dritte, wie zum Beispiel medizinisches Personal, und Umweltbelastung.
Ziel des Projekts ist die Erarbeitung von Fachartikeln und eines interdisziplinären Memorandums über die gesellschaftlichen, ethischen und rechtlichen Folgen bei der Anwendung von Nanotechnologie für medizinische Zwecke. Die Projektgruppe besteht aus Wissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen der Nanotechnologie, die praktische Erfahrung bei der Anwendung dieser Technologie in der Medizin haben, sowie aus Experten, die sich mit ethischen und rechtlichen Fragen der Forschung beschäftigen.
Das Projekt ist Teil des von der Europäischen Kommission subventionierten NanoDiaRA-Konsortiums, das administrativ von der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH koordiniert wird.
Projektgruppe
Priv.-Doz. Dr. med. Felix Thiele, M.Sc., Europäische Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH, Deutschland (Vorsitzender)
Professor Dick Heinegård, Ph.D., University Lund, Department Experimental Medical Science, Schweden
Professor Dr. med. Frank Buttgereit, M.D., Ph.D., Charité Universitätsmedizin, Klinik für Rheumatologie, Berlin, Deutschland
Professor Dr.-Ing. Georg Duda, Charité Universitätsmedizin, Julius Wolff Institut, Berlin, Deutschland
Professor Dr.-Ing. Heinrich Hofmann, Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, Institute of Materials, Schweiz
Dr.-Ing. Margarethe Hofmann, MatSearch Consulting Hofmann, Lausanne, Schweiz
Michel Dreano, Ph.D., Merck Serono, Strategic Innovation & Research & Portfolio Management, Genf, Schweiz
Professor Agu Tamm, M.D., Ph.D., Dr. M.Sc., University Tartu, Internal Medicine Faculty of Medicine, Estland
Projektkoordination: Dr. rer. nat. Jan Mehlich, Dipl.-Chem.
Tel./e-mail: +49 (0) 2641 973-322 • jan.mehlich
ea-aw.de

