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03.09.10

Radioaktive Abfälle. Technische und normative Aspekte ihrer Entsorgung

In der öffentlichen Debatte um die Kernenergie wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Frage der Endlagerung bisher nicht gelöst sei und dass daher die Kernenergie nicht verantwortet werden könne. Die Projektgruppe wird die grundlegenden Kriterien des Strahlenschutzes und die physikalisch-technischen Grundlagen der Auslegung von Endlagern für schwach-, mittel- sowie hochradioaktive Abfälle und abgebrannte Brennelemente, die für einen sicheren Betrieb und Langzeitabschluss gefordert werden, zusammenstellen und einer kritischen Prüfung unterziehen. Es sollen in diesen Arbeitsfeldern bzw. Bereichen die internationalen Konzepte (z.B. IAEA), die daraus bereits abgeleiteten Regeln und das Vorgehen in den wichtigsten Ländern, die kerntechnische Anlagen betreiben, dargestellt werden. Da auch der Transport insbesondere hochradioaktiver Abfälle und abgebrannter Brennelemente in der öffentlichen Diskussion eine erhebliche Rolle spielt, sind schließlich auch die diesbezüglichen Fragen zu thematisieren.  

Auf der Grundlage dieser Sachstandserhebung soll die Projektgruppe rational gerechtfertigte Kriterien für die Beurteilung der verschiedenen Ansätze sowohl hinsichtlich ihrer technischen Erfordernisse als auch hinsichtlich der Erfordernisse eines angemessenen Schutzes von Mensch und Natur erarbeiten. Dabei sind notwendigerweise ethische, rechtliche und ökonomische Fragestellungen einzubeziehen: Aus rechtlicher Sicht sind v.a. die staatlichen und überstaatlichen Regulierungen zu beachten, die verschiedenen Handlungsoptionen sind ökonomisch zu bewerten, und die Fragen der Langzeitverantwortung sind aus Sicht der Ethik zu behandeln.

Die normativen Fragen aus ethischer, rechtlicher und ökonomischer Perspektive sollen zusammen mit den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen zu einer abschließenden Gesamtwürdigung der Handlungsoptionen zusammengeführt werden.

Projektgruppe

  • Professor em. Dr. rer. nat. Dr. med. h.c. Christian Streffer, Essen (Vorsitz);

  • Professor Dr. phil. Dr. phil. h.c. Carl Friedrich Gethmann, Bad Neuenahr-Ahrweiler;

  • Professor Dr.-Ing. Wolfgang Kröger, Zürich;

  • Professor em. Dr. jur. Eckard Rehbinder, Frankfurt a. M.;

  • Professor Dr. rer. pol. Dr. h.c. Ortwin Renn, Stuttgart;

  • Professor Dr. rer. nat. Klaus-Jürgen Röhlig, Clausthal.


Projektkoordination: Dr. phil. Georg Kamp, M.A.

Weitere Informationen zu

Energie

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