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Projektkoordination: Dr. rer. nat. Kathrin Prieß, M.ès.sc.
Memorandum: C. Streffer et al.: Low Dose Exposures in the Environment. Dose-Effect Relations and Risk Evaluation., Springer 2004 (Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung, Band 23)
Laufzeit: 1/01–05/04
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Umweltstandards. Dosiswirkungsbeziehungen im niedrigen Dosisbereich und Risikobeurteilung
Die Exposition der Umwelt und der Menschen durch Schadstoffe erfordert die Setzung von Umweltstandards (UWS), um mögliche toxische Wirkungen auf ein „unschädliches“ bzw. „akzeptables“ Maß zu begrenzen. Die notwendigen Risikoabschätzungen und Entscheidungsprozesse müssen solide wissenschaftliche Erkenntnisse und ethische, soziale, rechtliche und wirtschaftliche Belange beachten.
Am schwierigsten ist die Festlegung von UWS für Agenzien, die ohne Schwellendosis wirken. Hier kann eine Risikoabschätzung für den niedrigen Dosisbereich nur durch die Extrapolation aus dem Bereich höherer Dosen mit messbaren Effekten erzielt werden.
Auf der Grundlage des aktuellen Forschungsstandes wurden neben den medizinisch-naturwissenschaftlichen Zusammenhängen auch die philosophischen, sozialpsychologischen und juristischen Aspekte der Regulierung im niedrigen Dosisbereich bearbeitet. Kern der Handlungsempfehlungen für eine rationale Standardsetzung auf dem Gebiet der umweltrelevanten niedrigen Dosen war eine gemeinsame Klassifizierung für gentoxische Substanzen und ionisierende Strahlung; es wurde eine Harmonisierung der Risikobewertung versucht und ein wohlbegründetes Festhalten am linearen LNT-Modell vorgeschlagen, wenn eine plausible Schwellendosis fehlte. Ferner wurden Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz, der Transparenz des Verfahrens und des rechtlichen Rahmens für die Setzung von Umweltstandards behandelt.
Projektgruppe
Professor Dr. rer. nat. Dr. h.c. Christian Streffer, Essen (Vorsitz);
Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Hermann M. Bolt, Dortmund;
Professor Dagfinn Føllesdal, Ph.D., Oslo/Standford;
Per Hall, M.D., Ph.D., Stockholm;
Priv.-Doz. Dr. med. Jan-Georg Hengstler, Mainz;
Dr. rer. nat. Peter Jacob, Neuherberg;
Professor Deborah Oughton, Ph.D., Aas/Oslo;
Professor Dr. jur. Eckard Rehbinder, Frankfurt a. M.;
Dr. phil. Elisabeth Swaton, Wien.
Projektkoordination: Dr. rer. nat. Kathrin Prieß, M.ès.sc.



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