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22.05.12

Ahrtalgespräch: Haben die Gewerkschaften zu viel Macht?

Donnerstag, 20. November 2003

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 20. November 2003. – Zum Thema „Haben die Gewerkschaften zu viel Macht?“ führten der Verein der „Förderer der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.“ und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler am 20.11.2003 im Rathaussaal der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler eine gemeinsame Diskussionsveranstaltung durch.

 

Hintergrund der Veranstaltung war die Tatsache, dass in der politischen Diskussion über Reformen in Staat und Gesellschaft die Gewerkschaften in den vergangenen Jahren vielen Beobachtern als Bremser erscheinen, die die notwendigen Entwicklungen behindern. Vor allem im Bereich der Reform der Systeme sozialer Sicherung, der Organisation des Arbeitsmarktes, der Steuer- und Wirtschaftspolitik findet man die Gewerkschaften nicht mehr auf der Seite der „progressiven“, sondern auf der Seite der „konservativen“ Kräfte der Gesellschaft wieder. Andererseits wird darauf hingewiesen, dass die Gewerkschaften durch verschiedene Entwicklungen und Ereignisse (Korruptionsaffären, Mitgliederschwund, Niederlage bei Tarifauseinandersetzungen, Personalquerelen u.a.) immer mehr geschwächt worden sind und ihre unverzichtbare Rolle als Antreiber dynamischer Prozesse nicht mehr spielen können.

 

Die Veranstaltung versuchte, in Form eines Streitgespräches die tatsächliche und wünschenswerte Rolle der Gewerkschaften in unserer Gesellschaft genauer zu bestimmen. Die Referenten, Professor Dr. Manfred J. M. Neumann, Institut für Internationale Wirtschaftspolitik, Bonn, und Professor Dr. Frank Nullmeier, Zentrum für Sozialpolitik, Bremen, führten in das Thema ein, anschließend fand eine Diskussion unter den Referenten und mit dem Publikum statt, die von Professor Dr. Carl Friedrich Gethmann, Direktor der Europäischen Akademie, geleitet wurde.

 

Professor Dr. Manfred J. M. Neumann

seit 1981 Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften, insbesondere Wirtschaftspolitik, Direktor des Instituts für Internationale Wirtschaftspolitik der Universität Bonn

1973–1981 Professor für Geldtheorie und Geldpolitik an der Freien Universität Berlin. WS 1975/76 Visiting Fellow, Carnegie-Mellon-University Pittsburgh, PA, USA

1970–1972 Stellvertretender Leiter des Forschungsprojekts „Geldtheorie und Geldpolitik“ an der Universität Konstanz

1967–1969 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Deutschen Bundesbank, Hauptabteilung Volkswirtschaft und Statistik, Frankfurt

1964–1966 Wissenschaftlicher Assistent Marburg. 1966 Promotion zum Dr. rer. pol.

1960–1964 Studium der Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Göttingen, Erlangen-Nürnberg und Marburg. Abschluss: Diplom-Volkswirt

 

Professor Dr. Frank Nullmeier

Seit 2002 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bremen und Leiter der Abteilung „Theorie und Verfassung des Wohlfahrtsstaates“ des Zentrums für Sozialpolitik

2000 Vertretung des Lehrstuhls für Sozialpolitik an der Universität Konstanz. Professor für Politikwissenschaft an der Universität Essen

1998 Habilitation. Wissenschaftliche Leitung und Geschäftsführung des von der VolkswagenStiftung geförderten „Projekt Universitätsentwicklung“

1990–1997 Hochschulassistent am Institut für Politische Wissenschaft an der Universität Hamburg

1990 Promotion zum Dr. rer. pol.

1975–1981 Studium der Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre, Soziologie und des Öffentlichen Rechts, Universität Hamburg. Abschluss: Diplom-Politologe; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Finanzwissenschaft der Universität Hamburg und an der Universität Hannover im Forschungsprojekt „Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung für den Arbeitsmarkt im demographischen, sozialen und ökonomischen Wandel“

 

 

Ansprechpartner für die Presse:

 

Petra Hermann

Friederike Wütscher

 

Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen

wissenschaftlich-technischer Entwicklungen

Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH

 

Wilhelmstraße 56

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Tel. 02641 / 973-303, -311

Fax 02642 / 973 320

Email petra.hermann@dlr.de, friederike.wuetscher@dlr.de

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