Rubriken
Südafrikanischer Anwalt für Menschenrechte zu Gast in der Europäischen Akademie
Montag, 20. Juli 2009
„Equity in Governance – Challenges for Indigenous Peoples’ Trusts“
Bad Neuenahr-Ahrweiler, 20. Juli 2009. – Das traditionelle Wissen indigener Völker wird immer häufiger von der pharmazeutischen und der Lebensmittel-Industrie in der Produktentwicklung genutzt. Bekannte Beispiele sind Teebaumöl, Roiboschtee oder der Hoodia Kaktus aus der Wüste Kalahari. Die Frage der Rechte indigener Völker im Zusammenhang mit Interessen der Industrie beschäftigt Roger Chennells, LL.M., Kapstadt/Südafrika, seit über 15 Jahren. Zusammen mit Professor Doris Schröder, Ph.D., sprach er deshalb am Montag beim Kolloquium der Europäischen Akademie GmbH zum Thema „Equity in Governance – Challenges for Indigenous Peoples’ Trusts“.
Schröder, derzeit Gastwissenschaftlerin an der Europäischen Akademie, ist Direktorin des Centre for Professional Ethics an der Universität Central Lancashire/England und Professorial Fellow am Centre for Applied Philosophy and Public Ethics an der Universität Melbourne/Australien. Chennells, Mitinhaber einer Anwaltskanzlei in Kapstadt und Stellenbosch, vertritt das San-Volk aus der Kalahari („Buschmänner“) und ihre Rechte gegenüber der Industrie. So kam z.B. im Jahr 2003 ein Vertrag zwischen den San und einem Industriepartner zustande, der den San einen Gewinnanteil an Hoodia-Appetitzüglern verspricht. Erste Zahlungen wurden bereits in einen Fonds eingezahlt, die Forschung an dem Produkt ist jedoch noch nicht abgeschlossen.
Für seine Verdienste um die Menschenrechte hat Chennells bereits Auszeichnungen von den Regierungen aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika erhalten.
- Dokumente
PM_Kolloquium_Chennells_20072009_01.pdf (151 KB)


ea-aw.de