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Vernissage in der Europäischen Akademie GmbH: Informelle Malerei von Karl-Otto Weinreich
Dienstag, 23. März 2010
Bad Neuenahr-Ahrweiler, 22. März 2010. – Unter dem Titel „Veränderungen – Non liquet“ wurde heute eine neue Ausstellung von Bildern in der Europäischen Akademie eröffnet. Der Künstler Karl-Otto Weinreich, der sich der „Informellen Malerei“ zugehörig fühlt, zeigt 30 abstrakte Werke in den Räumlichkeiten der Europäischen Akademie; der Titel seiner Ausstellung „Veränderungen – Non liquet“ beschreibt den Inhalt seiner Werke: „Es ist nicht klar/nicht zu entscheiden“.
Die Informelle Kunst bezeichnet eine abstrakte Kunstrichtung im europäischen Raum, deren entscheidendes Merkmal die künstlerische Ungebundenheit ist. Empfindungen, physische Spannungen und das Unbewusste sollen den Künstler spontan unter Vermeidung jeder rationalen Kontrolle leiten.
Auch bei ihm, so Weinreich, habe das Unbewusste Einfluss auf seine Malweise. Er stelle Empfindungen und Unbewusstes spontan unter Vermeidung jeder rationalen Kontrolle durch Auftragen von Farbflecken auf eine Leinwand dar. Er lehne die bewusste Formgestaltung ab und bekenne sich zur Spontaneität des Schaffensaktes. Durch die Geschwindigkeit des Malens werde ein Teil der bewussten Kontrolle geopfert; er überliste sich durch das gesteigerte Maltempo absichtsvoll, um Zufälliges hervorzurufen und dadurch mit neuen malerischen Problemen konfrontiert zu werden.
Kennzeichnend für Weinreichs Arbeiten sind die expressive, mit Energie geladene Textur, rasante Farbverläufe sowie furiose Pinsel- und Spachtelstriche. Seine Formenelemente rufen vielfältige Assoziationen hervor, die zum Teil an Landschaften, aber auch an Wirbel oder Explosionen erinnern. Landschaften stehen auf den ersten Blick für etwas Beständiges, doch auch sie spiegeln nur den Augenblick wider – alles ist in Bewegung, alles ist einem starken Wandel unterworfen. Für Weinreich ist dies vor allem durch seine Umwelt ausgelöst: Unsere Welt befinde sich durch die Dynamik des Fortschritts in einem dramatischen Umbruch; Ängste und Ungewissheit seien permanente Begleiter unserer Zeit.
Die Kunst, so Weinreich, gebe keine Antwort, der Maler könne lediglich den Punkt der Veränderung aufzeigen und erreiche so vielleicht in den Köpfen des einen oder anderen Betrachters ein stärkeres Problembewusstsein – die Zeit danach bliebe jedoch offen.
- Dokumente
Einladung_Weinreich_22032010_02.pdf (1.9 MB)
PM_Vernissage_Weinreich_22032010.pdf (190 KB)


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