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22.12.14

15 Jahre Europäische Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH: 15 Jahre erfolgreiche interdisziplinäre Beurteilung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen

Donnerstag, 24. März 2011

Begrüßung durch Professor Gethmann

Grußwort von Staatssekretär Ebling

Festvortrag von Professor Wörner

Professor Gethmann im Gespräch

Professor Wörner im Gespräch

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 24. März 2011. – Am 23. März 2011 feierte die Europäische Akademie GmbH ihr 15-jähriges Bestehen mit ca. 100 Gästen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr. Auch wenn 15 Jahre im Wissenschaftsbereich keine allzu lange Zeit sei, so Professor Carl Friedrich Gethmann, Direktor der Akademie, in seiner Begrüßung, sei die Europäische Akademie doch die älteste außeruniversitäre selbständige Forschungseinrichtung Deutschlands, die sich mit interdisziplinärer Technikfolgenbeurteilung befasse. Ihr Ziel, ein internationales Forum für Zukunftsfragen zur Entwicklung der wissenschaftlich-technischen Kultur zu bieten, habe sie bisher konsequent verfolgt; seit der Gründung 1996 seien über 30 interdisziplinäre Projekte und Studien in den Themenbereichen Technik, Gesundheit, Umwelt und Methoden durchgeführt und publiziert worden. Gethmann dankte allen Unterstützern der Europäischen Akademie für ihre Treue und dankte insbesondere den Gesellschaftern, dass sie auch weiterhin Zukunftsperspektiven für die Einrichtung sehen würden.

Grußredner Michael Ebling, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Schul- und Wissenschaftsministerium, und Dr. Jürgen Pföhler, Landrat des Kreises Ahrweiler, lobten die Belebung der Region durch den „weichen“ Standortfaktor Wissenschaft. Ebling, der das Land Rheinland-Pfalz, das zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Gesellschafter der Europäischen Akademie ist, vertrat, erinnerte an die hohen Erwartungen, die von Anfang an in diese Einrichtung gesetzt worden seien. Die Evaluierung der Europäischen Akademie, die 2010 mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen wurde, zeige, dass diese Erwartungen erfüllt worden seien. Ebling wies außerdem auf die große Bedeutung von wissenschaftlicher Gesellschaftsberatung und Aufklärung, auch angesichts aktueller Entwicklungen in Japan, hin, und ermunterte die Akademie-Mitarbeiter, sich weiterhin in der dynamischen Wissenschaftslandschaft einzubringen.

Wie wichtig es sei, die Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen zu beurteilen und Schlüsse für Mensch, Gesellschaft und Umwelt daraus zu ziehen, wie es die Europäische Akademie mache, betonte auch Festredner Professor Johann-Dietrich Wörner, Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. In seinem Vortrag „Technische Sicherheit. Konsequenzen für Konstruktionen“ erinnerte er daran, dass Neugier zwar die bedeutendste Triebfeder für wissenschaftliches Arbeiten sei, die Reflexion über das eigene Handeln aber auch Bestandteil von Forschung sein müsse. Da Forschungsergebnisse immer auch unsicher seien, müsse gesellschaftlich diskutiert werden, welche Risiken man akzeptiere und welche nicht. Angesichts der derzeitigen Ereignisse in Japan genüge es nicht, mathematische Wahrscheinlichkeitsrechnungen in seine Risikoabwägung und Entscheidung einzubeziehen, sondern man müsse abseits traditioneller Wege forschen und konstruieren: „Think the unthinkable!“, so das Plädoyer von Wörner.

 

Redner bei der 15-Jahresfeier der Europäischen Akademie:

  • Begrüßung Professor Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann, Direktor der Europäischen Akademie GmbH

  • Grußwort Staatssekretär Michael Ebling, Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

  • Grußwort Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Kreis Ahrweiler

  • Festvortrag Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V.

 

Presseecho:

Dokumente
PM_15_Jahre_EA_24032011.pdf (115 KB)
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