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Grundlagen der Gesellschaftstheorie
30.4.1998
Das Treffen diente der intensiven wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Adäquatheits- und Gelingensbedingungen von Gesellschaftstheorie (was soll Gesellschaftstheorie überhaupt leisten?), inwieweit die Systemtheorie selbst ontologische Voraussetzungen derart transportiert, dass „es Systeme wirklich gibt“, ob der Gesellschaftsbegriff als Reflexionsbegriff für die Rede über Gesellschaftliches zu rekonstruieren sei, ob Gesellschaftstheorie als Rekonstrukt gesellschaftlicher Selbstbeschreibungen bzw. selbstbeschreibungsrelevanter Präsuppositionen im gesellschaftlichen Handeln zu verstehen sei, auf welcher Stufe der theoretischen Reflexion über Gesellschaft speziell die Systemtheorie anzusiedeln sei und zu welchen Zwecken die Systemtheorie eine angemessene Selbstbeschreibung der Gesellschaft ist.
Die Diskussionsfronten waren hauptsächlich durch die Methodische Philosophie einerseits und die Luhmann´sche Systemtheorie andererseits geprägt. Sie sind sich gleichzeitig nah und fern. Nah, in dem konstruktivistischen Ansatz und der Ablehnung ontologischer Basisannahmen, fern, indem eine Seite die Handlungstheorie, die andere die Systemtheorie als Basis verwendet. Dass hier jedoch keine Symmetrie in der Wahl der Ausgangstheorie besteht, war ebenfalls Gegenstand der Diskussion.
Teilnehmer: G. Bechmann (Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des Forschungszentrums Karlsruhe) (Referent); Dr. Michael Decker (Europäische Akademie); Priv.-Doz. Armin Grunwald (Europäische Akademie), Dr. Mathias Gutmann (Europäische Akademie); Dr. L. Hack (Osnabrück); Dr. Gerd Hanekamp (Europäische Akademie); Professor Dr. Neuendorf (Dortmund); Professor Dr. W. Krohn (Bielefeld); Dr. M. Weingarten (Marburg)


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