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18.05.12

Intervening in Psychic Capacities. Neuroscience, Pharmacology, and the Medicalisation of New Spheres of Life

8.–9.5.2003

In Anbetracht neuer neurologischer Eingriffsmöglichkeiten wie der Tiefenhirn-Stimulation bei der Behandlung neurologischer Störungen wie bspw. der Parkinson Krankheit oder der Wiederherstellung von Sinnesfunktionen durch elektronische Implantate sowie mögliche Beeinflussung von Gehirnfunktionen durch den Einsatz von Zell- und Gewebeimplantaten diskutierten die Teilnehmer des Fachgesprächs die gegenwärtigen europäischen Regulierungen und die durch die neuartigen Eingriffsmöglichkeiten in das menschliche Gehirn zu antizipierenden Perspektiven. Neben rechtlichen Fragen wurden entscheidende praktische Fragen, z.B. die Möglichkeit, wie die Einwilligungsfähigkeit der betroffenen Patienten verlässlich zu ermitteln ist, diskutiert. In weiteren Beiträgen wurde die Frage gestellt, wann überhaupt von einer psychischen Erkrankung gesprochen werden könne. Zudem wurde die Rolle der Wissenschaft und der Einfluss von Wertungen bei der Beurteilung psychischer Zustände sowie die durch neuere neurologische Kenntnisse aufgeworfene Frage nach der Freiheit des menschlichen Willens diskutiert.

Teilnehmer: Professor Dr. Hans-Werner Bothe, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Münster, Priv.-Doz. Dr. med. Steffen Rosahl, Department for Neurosurgery International Neuroscience Institute (INI) Hannover; Professor Dr. Otmar Wiestler, Institut für Neuropathologie Universität Bonn, Dr. Elaine Gadd, MA MRCPsych, Bioethics Department am Council of Europe, Professor Dr. Carlos Romeo Casabona Director, Cátedra Interuniversitaria Fundación BBVA – Diputación Foral de Bizkaia de Derecho y Genoma HumanoUniversity de Deusto University of Bilbao, Professor Dr. Bill Fulford Department of Philosophy University of Warwick and Department of Psychiatry Oxford University, Professor Dr. Dr. Jochen Vollmann, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Universität Erlangen-Nürnberg und Priv.-Doz. Dr. Dirk Hartmann Philosophisches Institut Universität Essen

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