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11.02.12

Research Methodologies in Psychiatry – Philosophical Considerations

19.6.2008:

Am 19. Juni fand ein von der Europäischen Akademie organisiertes Fachgespräch „Research Methodologies in Psychiatry – Philosophical Consideration“ in Bonn statt. Teilnehmer waren Jean-Claude Dupont, D.E.A. (Collège de France), Professor Dr. Anne Fagot-Largeault (Collège de France), Professor Dr. Alain Leplège (Université Paris 7 (Denis Diderot)), Professor Dr. phil. Michael Quante (Universität zu Köln), Katja Stoppenbrink, LL.M., M.A. (Europäische Akademie), and Dr. med. Felix Thiele (Europäische Akademie). 

Professor Quante sprach über “Psychic Disorders and Biographical Identity” und bestimmte die Grenzen des Selbst anhand der folgenden Thesen: (i) Der Begriff der Person unterliegt Standard-Verwendungsregeln, die in nicht-normalen Situationen keine Anwendung finden. (ii) Durch Fall-Studien lassen sich diese nicht-normalen Situationen charakterisieren. Professor Leplège hielt einen Vortrag über “Clashes of perspectives in outcome evaluation in psychiatry”, in dem er untersuchte, auf welche Weise die Psychotherapie einer outcome-orientierten Evaluierung unterzogen werden könnte. Zum Schluss der Veranstaltung sprach Felix Thiele über “Action Theory & Psychiatric Research”. Er vertrat die These, dass die Klärung von für die Psychiatrie zentralen Begriffen, wie 'Handlung' und 'Autonomie', eine Aufgabe ist, die der Erarbeitung psychiatrischer Forschungsprogramme vorausgehen sollte. Begriffsklärungen sind demnach wesentlich die Grundlage und nicht das Ergebnis psychiatrischer Forschung.

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