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01.08.10

Ist unser Gesundheitssystem noch bezahlbar?

 

5.12.2002 Professor Dr. Klaus Dirk Henke (Universität Berlin, Direktor des Europäischen Zentrums für Staatswissenschaften und Staatspraxis, Berlin) 

Der Reformdruck im Gesundheitswesen hält unvermindert an. Die demographische Herausforderung mit den Problemen einer intergenerativen Gerechtigkeit, der medizinische Fortschritt mit steigenden Ansprüchen der Bevölkerung und die chronisch defizitäre Haushaltslage in den Krankenversicherungen und vor allem in den steuerfinanzierten Systemen suchen europaweit eine Antwort.
Das deutsche Gesundheitswesen fällt im internationalen Vergleich durch seinen vergleichsweise hohen Leistungsstand und seine umfassende Absicherung gegen die Wechselfälle des Lebens auf. Es stellt noch immer für jedermann, unabhängig von seinem Einkommen, seinem sozialen Status und seinem Wohnsitz, den Zugang zu einer hochwertigen medizinischen und pflegerischen Versorgung sicher.
In seinem Vortrag diskutierte Professor Henke mögliche Lösungsansätze des drohenden Reformdrucks und der Rationierung. Die Kernfrage in seinem Vortrag lautete demnach: „Ist unser Gesundheitssystem noch bezahlbar?“ Vor diesem Hintergrund fragte Henke danach, was eigentlich die Solidarität eines Krankenversicherungsschutzes ausmacht. Als Lösungsansatz plädierte Professor Henke für eine Mindestversicherungspflicht für Alle mit individuellen Wahl- und Wechselmöglichkeiten.
Dr. rer. pol. Klaus Dirk Henke ist ordentlicher Professor für Finanzwissenschaft und Gesundheitsökonomie am Fachbereiche Wirtschaft und Management der Technischen Universität in Berlin sowie Direktor am Europäischen Zentrums für Staatswissenschaften und Staatspraxis (Berlin). Er ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Gesundheitsstandards“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesminister der Finanzen (seit 1984), ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (seit 1993) und Mitglied des Sachverständigenrates für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen (1987–1998, 1993–1998 als Vorsitzender).
Eine ausführliche Version dieses Vortrags findet sich im Newsletter (Akademie-Brief) Nummer 40. 

 

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