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03.09.10

Environment Across Cultures

Herbsttagung 1999:
21.–23.9.1999, Bad Neuenahr-Ahrweiler
(in Zusammenarbeit mit dem International Human Dimensions Program, Bonn)

Die Tagung, die von E. Ehlers und C. F. Gethmann geleitet wurde, begann mit einem Abendvortrag von J. Mittelstraß zum Naturverständnis. Er gab eine Übersicht über das wissenschaftliche Verständnis von „Natur“ aus historischer und epistemologischer Sicht als Arbeitsgrundlage für die folgenden Sektionen. M. Thompson (London) referierte darüber, warum und auf welche Art und Weise Kultur- und Verhaltensvielfalt Unterschiede beim Umweltverständnis nach sich ziehen. D. Gyawali (Kathmandu) berichtete über den Einfluss von „social carriers of technology“ bei der Wahrnehmung von Umwelt aus der speziellen Perspektive von Entwicklungsländern. H. Coward (Victoria, Canada) gab einen Überblick über und verglich die Beiträge verschiedener Religionen zur Umweltethik. D. Birnbacher (Düsseldorf) fragte in seinem Referat, ob universelle Umweltwerte existieren oder konstruiert werden können und inwieweit das Leitbild „Nachhaltigkeit“ anwendbar ist. Die Sektion wurde mit einem Kommentar von P. Claval (Paris) abgeschlossen. Die Abschlusssektion wurde mit einem Referat von M. Redclift (Canterbury, UK) eröffnet. Er sprach über das Konzept „Nachhaltigkeit“ und illustrierte es anhand einer Fallstudie von der Karibischen Küste. Hong-Key Yoon (Auckland) und R. P. Sieferle (Mannheim) kommentierten aus religionswissenschaftlicher und historischer Sicht.

Die Konferenz wurde mitfinanziert von der Strukturfördergesellschaft Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler im Rahmen des Wissenschaftsfestivals. Die Tagung und ihre Referate waren Grundlage für den Band 19 „Environment Across Cultures“ der Schriftenreihe „Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung“.

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