• Home
  • English
22.11.17

Workshop „Towards sustainable smart regions in Iran via decentralized usage of renewable energy – Criteria and indicators for selecting a pilot Region“ am 16. und 17. August 2017 im EA-Lab  

Mittwoch, 23. August 2017

Am 16. und 17. August beschäftigte sich ein von der DFG geförderter und von uns im EA-Lab durchgeführter Energie-Workshop mit dem Iran, einem Land mit hohem Potenzial an erneuerbaren Energien wie Wind, Biomasse und insbesondere Solarenergie. Die iranische Regierung plant, bis 2018 Strom zunehmend aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Es bestehen bereits erste Fördermaßnahmen für den Ausbau solarer Energiequellen. Darüber hinaus gab der Iran auf der Weltklimakonferenz COP21 Pläne zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Verbesserung der Luftqualität bekannt.

Vor diesem Hintergrund überlegten etwa zwanzig teilnehmende wissenschaftliche ExpertInnen in einem Workshop in unserem EA-Lab, wie eine umweltfreundliche Region im Iran, die ihre Energie aus erneuerbaren Energiequellen gewinnt, angegangen und entwickelt werden kann. Der spezifische Zweck des Workshops war es, Auswahlkriterien und Indikatoren für eine Pilotregion im Iran zu diskutieren. Die interdisziplinären Experten diskutierten die Möglichkeiten und Potenziale zur Realisierung langfristig angelegter regionaler Energiesysteme in verschiedenen Regionen des Iran. Auf diese Weise wurden die geographischen, kulturellen, wirtschaftlichen, technologischen und meteorologisch-klimatologischen Herausforderungen für die Regionen berücksichtigt.

Der Workshop baute auf der Expertise der EA in punkto ExpertInnengruppen auf, die von uns bereits in rund 40 unserer Projekte eingesetzt wurden. Unser EA-Lab erleichterte die interdisziplinäre Diskussion und bereits verschiedene Projektergebnisse aus früheren und aktuellen Studien zur Gestaltung von Energiesystemen, wie insbesondere auch in unserem, vom BMBF geförderten Forschungsprojekt EnAHRgie, das sich mit der Entwicklung neuer Konzepte für regionale und nachhaltige Energiesysteme am Beispiel der Region Ahrweiler befasst.

Im Verlauf des Workshops identifizierten die wissenschaftlichen Expertinnen Potentiale für die Nutzung erneuerbarer Energien und Optionen für die Verarbeitung und Nutzung von Biomasse und solche für erneuerbare Wärme- und Kältetechnologien. Neben der Entwicklung eines Energie-Szenarios wurden kulturelle, soziale, ökonomische und organisatorische Aspekte der Energieversorgung und Nachfrage im Iran diskutiert, sowie Aspekte der Stadtplanung und Energiemeteorologie. Die WissenschaftlerInnen setzten sich mit Herausforderungen in den Bereichen der elektrischen Netze und im Energiesystemdesign und der Systemintegration auseinander. Weitere Fragestellungen des Workshops beschäftigten sich mit sozioökonomischen Auswirkungen der erneuerbaren Energien oder Strategien für kohlenstoffarme Städte. 

Dr. Bert Droste-Franke, Leiter unseres Departments Energie und Workshop-Koordinator, zeigt sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Mit den Vorträgen im Workshop haben wir einen sehr guten und fundierten interdisziplinären Überblick über aktuelle Optionen zu regionaler Energieversorgung bekommen. Auf dieser Basis konnten wir verschiedenste Aspekte ihrer möglichen praktischen Anwendung im Iran diskutieren.