• Home
  • English
12.12.18

Praxis einer verantwortungsvollen molekularen Robotik in der interdisziplinären Technikfolgenabschätzung – Dr. Stephan Lingner am 9. Oktober Referent bei der zweiten internationalen Konferenz zur Ethik in der Molekularrobotik in Tokio, Japan

Montag, 08. Oktober 2018

Dr. Stephan Lingner, stellvertretender Direktor der EA European Academy und Leitung des Bereiches Technology Assessment, ist am 9. Oktober Referent bei der zweiten internationalen Konferenz zur Ethik in der Molekularrobotik in der Tower-Hall Funabori in Tokio, Japan.

Molekulare Robotik wird als interdisziplinäres Forschungsfeld der Robotik, Chemie und Biologie für Zukunftstechnologien immer wichtiger. Die Idee der molekularen Robotik ist als neue Technologie mit der Motivation konzipiert, neue Möglichkeiten zu schaffen, um das menschliche Leben zu erleichtern und das Gesundheitswesen zu unterstützen. Die aktuellen Entwicklungen werden vor allem von Wissenschaftler*innen an der Schnittstelle zwischen Molekularbiologie und Biotechnik vorangetrieben. Molekularroboter brauchen - wie jede neue Entwicklung - eine breite gesellschaftliche Akzeptanz und Erwünschtheit, um eine willkommene und marktfähige Innovation zu werden. Und hier kommen andere Bereiche wie Wirtschaft, Sozialwissenschaften und Ethik ins Spiel, um die Chancen und Risiken molekularer Roboter für die Gesellschaft zu untersuchen und zu bewerten. Herr Dr. Lingner zeigt in seinem Beitrag auf, wie reflektierende Folgenabschätzungen von relevanten Biowissenschaftler*innen und Ingenieur*innen idealerweise in eine interdisziplinäre Arbeit einbezogen werden sollten.

Herr Dr. Lingner stellt im Rahmen seines Vortrags an der EA European Academy entwickelte, effiziente Rahmenbedingungen für die Analyse und Bewertung neuer oder aufkommender Technologien und ihrer Potenziale und Regelwerke für die Gesellschaft vor. Diese Rahmenbedingungen werden seit 22 Jahren in mehr als 45 Bewertungsprojekten (z.B. Robotik, Nanotechnologie und Synthetische Biologie) für nationale Ministerien und Stiftungen sowie für die Europäische Kommission von der EA European Academy erfolgreich umgesetzt. Grundlegende Merkmale dieser Rahmenbedingungen sind: koordinierte regelmäßige Expert*innendiskurse in interdisziplinären Arbeitsgruppen, moderate Projektlaufzeiten (2-3 Jahre), gegenseitige Anerkennung der beteiligten Disziplinen und verwandter Argumente, rationale und unparteiische Untersuchungen, gemeinsame Abstimmung über Gutachten und Empfehlungen für die Ebene der Akteure.

Im Rahmen seines Vortrages wird Herr Dr. Lingner den oben genannte Bewertungsrahmen näher erläutern und auf die Problematik der Molekularen Robotik eingehen. Der Vortrag wird mit einem Ausblick auf mögliche Fragen für entsprechende interdisziplinäre Untersuchungen zu diesem Thema abschließen.

Die zweite internationale Konferenz zur Ethik des molekularen Roboters wird veranstaltet von JST HITE-Projekten und unterstützt von der SICE Forschungsgruppe Molekulare Robotik.

Happy Holidays