• Home
  • English
17.07.19

Ursula Witzlau – Malerei, Combined Painting

Die Verbundenheit mit der Natur, die sie bei Studienaufenthalten und Reisen nach Italien, den Niederlanden und den USA noch vertiefen konnte, prägt auch ihre Bilder, was bei der Verwendung der Materialien zum Ausdruck kommt. Die Grundlage der meisten Gemälde ist Acrylfarbe, sie verwendet aber auch Lavastein, Sand, Marmormehl oder Stoffe und Fotos sowie Fototeile, um eine vielschichtigere Wirkung ihrer Bilder zu erzielen. Das Bild wird dadurch aufgebrochen und bekommt einen tieferen, emotionalen Effekt. Ihre frühere Arbeit mit Collagen hat Ursula Witzlau mit der herkömmlichen Malerei verbunden und auf diese Weise „combined paintings“ geschaffen. Ob Acryl-, Pastell- oder Kreidebilder, bei der Entstehung des Werkes lässt sie sich auch immer wieder von Fundstücken zu solchen „combined paintings“ inspirieren. Transparenz und pastose Dichte liegen auf den Bildern häufig nah beieinander und schaffen so ein Spannungsverhältnis, das durch die Nahsicht und den Blick in räumliche Unbegrenztheit noch verstärkt wird. Verschiedene Schichten, die untereinander oder überlappend gemalt, lasierend oder mit deckenden Farben aufgetragen wurden, geben dem Bild seine Ausdrucksstärke. Manchmal ist die Horizontlinie weich und manchmal wie mit dem Lineal scharf gezogen und hart, um die Trennung von Himmel und Erde zu verdeutlichen.
Ursula Witzlau`s Horizont- und Landschaftsbilder vermitteln eine geistige Weite, ein „weiter gehen“ und „offen sein“. Der Mensch kann nicht stehen bleiben, sondern muss sich dem Horizont öffnen, soll den Horizont überschreiten und Neues aufnehmen. Was im realen Raum unmöglich ist, soll durch die Bilder gedanklich möglich sein. Die Sehnsucht nach Weite und Freiheit wird hier genauso verbildlicht wie der Appell an die Toleranz und den Respekt der Menschen untereinander und das Verstehen anderer.